Kino / Portraits

Auch im Urlaub die Entspannung nicht vergessen

Ralf Benkö Der RTL-"Ferienreporter" hilft ab 25.6. wieder bei Frust und Pannen im Urlaub

"Spätestens ab 1. Juli geht's für mich wirklich rund." - Genau dann, wenn in Deutschland regelmäßig das große Fernweh ausbricht und die Republik an Strände, ferne Städte, auf Berge und zu entlegenen Wüsten aufbricht, beginnt für Ralf Benkö die stressigste Zeit im Jahr. Zahlreiche Anrufe und Mails erreichen den sympathischen, durchsetzungsstarken 42-Jährigen, der im RTL-Programm den Titel "Ferienreporter" führen darf. Doch was nach Wellness unter Palmen klingt, ist knallharte Arbeit. Immerhin muss Benkö dem Ruf seiner Sendung "Wir retten ihren Urlaub", die am Montag, 25. Juni, 21.15 Uhr, in eine neue Runde geht, gerecht werden. Seit 2004 hat sich Ralf Benkö seine Position bei RTL auf die Ochsentour verdient. Zunächst durch Beiträge über Reisenepp und Urlaubs-Katastrophen, über die im Rahmen von Magazinen wie "Punkt 12" berichtet wurde. Seit 2010 im eigenen Format. In den drei neuen Folgen macht sich der Vielflieger Benkö nun wieder für die Rechte gefrusteter deutscher Urlauber stark - und plädiert für Gelassenheit: "Ich nehme mir immer vor, über kleinere Mängel hinwegzusehen und mich im Urlaub auch wirklich zu entspannen", lautet seine ganz persönliche Maxime.

Anstatt sich an exklusiven Sehnsuchtszielen nach allen Regeln der Hoteliers-Kunst verwöhnen zu lassen, fliegt Ralf Benkö allerdings immer dann ein, wenn der Schuh gewaltig drückt - etwa wenn betrügerische Reiseanbieter mit den Prospektangaben getrickst haben, das Meerwasser brackig stinkt oder die Hotelzimmer einfach nur eklig wirken.

"Es ist natürlich schwer, im Süden ein Zimmer zu finden, in dem man nicht eine kleine Schimmelfuge entdeckt", sagt Benkö. Schwere Verschmutzungen muss man aber nicht hinnehmen. Stattdessen plädiert er dafür, größere Schimmelflecken zu fotografieren und zu vermessen - und umgehend vor Ort Beschwerde einzulegen. "Ich empfehle immer, sich gleich darum zu kümmern und sich nicht abwimmeln zu lassen." Nicht selten reagierten örtliche Reiseleiter nämlich erst mit einigen Tagen Verzögerung - in der Hoffnung, dass der erste Ärger in der Zwischenzeit verfliegt.

Generell empfiehlt Benkö aber schon vor dem ersten großen Frust, am besten sogar noch zuhause oder auf der Anreise, sich Gedanken darüber zu machen, was man tolerieren möchte und was nicht. "Jeder sollte für sich eine klare Grenze ziehen", sagt er. "Viele Urlauber nehmen die Dinge unterschiedlich wahr." Was den einen extrem stört, ist dem anderen oft nicht wichtig. Daher sollte jeder für sich festlegen, welche Art von Enttäuschung er hinzunehmen bereit ist.

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"Es gibt Leute, die sind mit erstaunlich wenig noch zufrieden", sagt Benkö. Andere flippten aus, weil sie ein wenig Staub auf der Steckdose vorfinden. Wenn er auch rät, sogar kleinere Mängel zu monieren und auf Abhilfe zu drängen, sollte man wieder locker lassen, wenn der Streitanlass zu geringfügig ist. "Viele Reisende fressen das tagelang in sich hinein und ruinieren sich damit den Urlaub", sagt er.

"Schwierig sind natürlich Fälle, die auf persönlichen Einschätzungen beruhen", erklärt Benkö weiter. Vor allem das Streitthema Lärm ist ein leidiges, weil ihn viele Urlauber - teilweise je nach Alter - ganz unterschiedlich empfinden. Manchmal ist das Problem ja schon durch einen Zimmerwechsel vor Ort gelöst, auf den sich viele Hoteliers einlassen. Viele andere Einsätze, zu denen der RTL-Reporter gerufen wird, lassen sich nicht so leicht klären. "Immer häufiger gerate ich in eine Art Vermittlerrolle", erzählt Benkö.

Der tragischste Anruf kam von einem Ehepaar, deren Sohn bei einem Schwimmbad-Unfall in Fuertaventura ertrunken war. "Die Eltern gaben mir den Auftrag, mich dafür einzusetzen, dass die Pools sicherer werden", erzählt der zweifache Familienvater erkennbar mitgenommen. Gleichzeitig ist er stolz, dass sein Sender eine entsprechende Initiative mit ins Leben rufen konnte. Auf Mallorca besuchte er gerade eine Pressekonferenz, bei der angekündigt wurde, dass wenigstens die Animateure in beliebten Ferienanlagen auch die Sicherheit der Pools mit im Blick haben sollten.Gerade das unbeschwerte Planschen hat auch für Benkö oberste Priorität. Wann immer er es einrichten kann, legt er einen Club-Urlaub mit seiner Familie ein, bei der seine zwei- und seine fünfjährige Tochter natürlich als Erstes ins Wasser drängen. "Sind die Kinder zufrieden, geht's auch den Eltern gut", lautet daher Benkös wichtigste Erfahrung. Auch wenn für ihn die Ferienzeit meist erst nach dem großen Rummel beginnt. Während andere in Urlaub fahren, muss er ja arbeiten.

Rupert Sommer

Quelle: "teleschau - der mediendienst"

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