Kino / Portraits

"In einem Jahr kommt Hollywood!"

Caroline Frier jobbt ab 23.08. in der Imbissbude bei "Alles was zählt" (montags bis freitags, 19.05 Uhr, RTL)

Die deftige Lache liegt bei den Friers wohl in der Familie. Genau wie ihre Schwester Annette lacht auch Caroline Frier von ganz tief unten. Es klingt ehrlich, herzlich und ein bisschen rau. So beschreibt die 29-Jährige auch die Beziehung zu ihrer älteren und berühmteren Schwester. Den Fehler, in dieselbe Kerbe schlagen zu wollen wie Annette, macht Caroline Frier erst gar nicht: Statt ihren ansteckenden Humor in einem Comedy-Format unter Beweis zu stellen, kehrt die ehemalige "Hand aufs Herz"-Darstellerin ins Soap-Fach zurück. Ab Donnerstag, 23. August, spielt sie als Bea Meyer in der RTL-Daily "Alles was zählt" (montags bis freitags, 19.05 Uhr) mit.

In ihrer neuen Rolle jobbt Caroline Frier in der Imbissbude "Pommes Schranke". Extra geübt hat sie dafür nicht. "Gottseidank musste ich beim Vorsprechen keine Fritteuse bedienen, sonst hätte ich die Rolle wahrscheinlich nicht bekommen." Das Engagement bei "Alles was zählt" führte die gebürtige Kölnerin, die zuvor in Berlin gelebt hatte, nach einem Jahr in ihre Heimat zurück. Über die Stadt am Rhein spricht sie mit einem Lächeln in der Stimme. Köln liege ihr "im" Herzen sagt sie - eine eigenwillige Formulierung, die zeigt, wie wichtig ihr die eigenen Wurzeln sind. Caroline Friers beste Freunde und ihre Familie leben in Köln.

Im Hause Frier, so viel ist nach dem Gespräch klar, geht es rund. Wenn die ganze Sippe zusammenkommt, was regelmäßig passiert, wird es "sehr laut und sehr lustig", lacht die vierfache Tante. Zwei ihrer vier "Schätzchen" stammen von Annette, zwei von Caroline Friers anderer Schwester, die im Management arbeitet. Das Dreier-Gespann verstand sich nicht immer so gut wie heute: "Früher haben wir uns ordentlich gezofft. Dafür sind wir heute mehr Freundinnen als Geschwister." Als jüngstes von drei Mädels focht Caroline Frier viele Kämpfe aus - wie jedes Nachzügler-Kind. Es hat sich gelohnt. Das Gefühl, dass sie es schwer hat, als eigenständige Person wahrgenommen zu werden, hat die Schauspielerin heute nicht mehr.

Die Familie, sagt Caroline Frier, sei ihr liebstes Hobby. Auch wenn sie nach einem langen Tag die ruhigen Momente allein sehr genießt: Die Menschen, die ihr wichtig sind, hat die Blondine am liebsten immer um sich herum. Dazu gehört auch ihre beste Freundin seit der vierten Klasse, die ein Modegeschäft in der Kölner Innenstadt führt. "Der beste Laden in Köln", beteuert Frier und schiebt seufzend hinterher: "... und leider Gottes auch ein Hobby von mir".

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An den Zusatz "Schwester von Annette" hat sich Caroline Frier längst gewöhnt. Dass beide den gleichen Beruf ausüben und "Danni Lowinski"-Star Annette Frier damit bisher die Erfolgreichere ist, belastet die Beziehung zwischen den beiden keineswegs. "Witzigerweise war das zwischen uns nie ein Thema. Es wird ständig von anderen Leuten zum Thema gemacht. Zwischen uns ist alles sehr easy - gottseidank. Wir können wunderbar miteinander." Über ihre große Schwester spricht die ausgebildete Theatermimin mit viel Bewunderung. Trotzdem verrät sie: "Wir geraten schon manchmal aneinander." Auch wenn sich die beiden hin und wieder aus vollem Hals anbrüllen, am Ende raufen sie sich immer wieder zusammen.

Vor ihrem 30. Geburtstag, der nächstes Jahr ansteht, will Caroline Frier von Panik nichts wissen. Sie versucht es zumindest: "In Hollywood ist die 40 die neue 30, und in Deutschland ist die 30 die neue 29. Ab jetzt. Das beschließe ich. Solange ich im Supermarkt noch nach dem Ausweis gefragt werde, wenn ich Wein kaufe, ist alles in Ordnung." Sich konkrete Ziele zu stecken, hat sich die einstige Praktikantin einer Castingagentur abgewöhnt. Zu oft kam alles anders in ihrem Leben. Nur eines sei sicher, witzelt sie: "In einem Jahr kommt Hollywood!"

Weil sie ein waschechter Familienmensch ist, möchte Caroline Frier früher oder später selbst Kinder haben. Falls es der Frierschen Tradition gemäß alles Mädchen werden sollten, "kriegen alle dieselben Namen wie wir - nur um sie zu ärgern." Ob sie den passenden Mann zur Traumfamilie schon hat, behält "die Neue" bei "Alles was zählt" allerdings tunlichst für sich: "Auch eine fast 30-Jährige muss ihre kleinen Geheimnisse haben."

Teresa Groß

Quelle: "teleschau - der mediendienst"

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