Die Spannungen zwischen dem Westen und dem Iran nehmen erneut
zu. Ungeachtet des internationalen Drucks will die Regierung um
Präsident Ahmadinedschad den Bau weiterer Atomkraftwerke
vorantreiben.
Der Iran plan nach offiziellen Angaben den Bau von mindestens zwei
neuen Atomkraftwerken. Die beiden 1.000-Megawatt-Anlagen
befänden sich bereits in einem frühen Planungsstadium,
zitierte das staatliche Fernsehen am Sonntag den Leiter des
iranischen Atomprogramms, Fereidun Abbasi. Mit dem Bau werde
möglicherweise in einem oder zwei Jahren begonnen. Teheran
sieht nach Angaben von Atomprogramm-Chef Fereidun Abbassi Dawani
auch keinen Grund, die umstrittene Anreicherung von Uran auf 20
Prozent aufzugeben und Kontrollen in der Militäranlage in
Parschin zuzulassen.
Mehrere westliche Regierungen verdächtigen den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms heimlich an einer Atombombe zu arbeiten. Teheran weist dies zurück.
Am Freitag hatte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mitgeteilt, dass in Proben aus Fordo auch Spuren von auf 27 Prozent angereichertem Uran gefunden wurden. Der höhere Anreicherungsgrad könnte nach Einschätzung von Experten allerdings auch auf einen technischen Defekt zurückzuführen sein.
