Archiv

Schluss! Aus! Vorbei! Italien steht im EM-Finale

Italien steht im Finale - weil es kaltschnäuziger vor dem Kasten agierte und Joachim Löws Änderungen nicht griffen. Das Aufbäumen der DFB-Elf im zweiten Durchgang war zu wenig.


Italien steht im Finale - weil es kaltschnäuziger vor dem Kasten agierte und Joachim Löws Änderungen nicht griffen. Das Aufbäumen der DFB-Elf im zweiten Durchgang war zu wenig.

Bundestrainer Joachim Löw hatte erneut mit seiner Startaufstellung überrascht. Im Vergleich zum Viertelfinal-Erfolg über Griechenland (4:2) brachte der Coach Lukas Podolski, Mario Gomez und Toni Kroos für André Schürrle, Miroslav Klose und Marco Reus.

Die DFB-Auswahl fand erstaunlich viele Lücken in der italienischen Defensive, die schon beim ersten Eckball wackelte. Hummels brachte das Spielgerät aufs Tor, Pirlos Oberschenkel rettete aber auf der Linie (5.).

Langsam aber auch Italien die Scheu der ersten Minuten ab und setzte zunächst aus der Distanz erste Warnungen in Richtung Torwart Neuer. Der Keeper des FC Bayern konnte sowohl Montolivos Versuch (17.), als auch Cassanos Schuss aufs rechte Eck (18.). entschärfen.

Dann passierte es aber doch: Cassano düpierte mit einer geschickten Drehung Boateng und Hummels, Khedira kam zu spät und konnte die Flanke nicht verhindern. Balotelli schüttelte Badstuber ab und köpfte unhaltbar zum 1:0 für Italien ein (20.).

Und es kam noch dicker! Italien zeigte sich weiter eiskalt, kam durch Montolivo einem weiteren Treffer nahe (34.) und ging durch ein Traumtor von Balotelli mit 2:0 in Front! Und dabei blieb es bis zur Pause.

Nach der Halbzeitpause kamen Reus und Klose neu ins deutsche Spiel. Doch der anfängliche Schwung ebbte im Laufe der zweiten Halbzeit ab.

Die beste Chance, ein Freistoß von Reus, lenkte Italiens Torhüter Gianluigi Buffon noch über die Latte (62.).

Gegen den Angstgegner versuchte Deutschland noch einmal alles auf eine Karte zu setzen und blieb dabei lange im Spiel, da Diamanti (78.) und di Natale (82.) weitere Torchancen allzu nachlässig ausließen. Kroos setzte zwei Versuche aus der zweiten Reihe an Italiens Tor vorbei (80., 86.), die Zeit rannte immer mehr davon.

In der Nachspielzeit entschied Schiedsrichter Stéphane Lannoy noch auf Handelfmeter für Deutschland, den Özil sicher verwandelte.

Im Finale kommt es für Italien nun zum Duell mit Titelverteidiger Spanien.


Anzeige
Zur Startseite