Der neue Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Gerhard Schindler, will die Arbeit seiner Behörde stärker auf die internationalen Brennpunkte konzentrieren.
"Unsere Ressourcen sind begrenzt. Deshalb frage ich mich in
der Tat, ob der BND überall auf der Welt vertreten sein
muss", sagte Schindler der "Welt". Er fügte
hinzu: "Ich bin der Auffassung, dass es Regionen geben darf,
die wir künftig nur mit geringerer Intensität
beobachten".
So könnten die vorhandenen Kräfte in Schwerpunkten wie
Syrien oder Afghanistan gebündelt werden. "Für mich
gilt das Prinzip: Lieber etwas richtig machen und dafür
einiges vernachlässigen, als alles machen zu wollen und das
dann nur halb", betonte Schindler. Der 59-jährige hatte
Anfang des Jahres die Amtsgeschäfte beim BND
übernommen.
