Archiv

Berlins Flughafenchef darf weitermachen

Der Berliner Flughafenchef Rainer Schwarz ist noch einmal mit einigen Schrammen davongekommen. Er musste seinen Posten am Donnerstag nicht räumen, obwohl ihn einige Vertreter aus der Politik aufs Korn genommen hatten.


Der seit Monaten in der Kritik stehende Chef der Berliner Flughafengesellschaft, Rainer Schwarz, bleibt im Amt. Das wurde am Donnerstag auf der Sitzung des Aufsichtsrates entschieden.

Ob Schwarz für Verzögerungen und Pannen haftbar gemacht werden kann, soll durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und eine Anwaltskanzlei geklärt werden. Ergebnisse sollen bis zum ersten Quartal nächsten Jahres vorliegen.

Sonderermittler aus dem Bundesverkehrsministerium hatten Schwarz vorgeworfen, den Aufsichtsrat im Frühjahr zu spät über die unvermeidliche Absage der Flughafeneröffnung informiert zu haben. Der Flughafenchef hatte dies zurückgewiesen.

Der starke Mann des Flughafenprojekts ist seit August ohnehin Horst Amann. Der neue Technikchef hält die Zügel in der Hand und hat dank guter Arbeit am Frankfurter Flughafen einen Vertrauensvorschuss. Er versicherte, dass beim komplizierten und zeitraubenden Umbau der komplexen Brandschutzanlage "alles im grünen Bereich" sei.

Amann sprach auch nicht von Risiken im Zeitplan. Aus seiner Sicht bestehen am Eröffnungstermin 27. Oktober 2013 keine Zweifel. Dreimal wurde die Inbetriebnahme des neuen Schönefelder Flughafens schon verschoben, insgesamt um zwei Jahre.


Anzeige
Zur Startseite