Bündnis "Ende Gelände" linksextremistisch?

Um die Initiative „Ende Gelände“ gab es jetzt eine Debatte in Berlin. Hintergrund ist ein Bericht des Berliner Verfassungsschutzes. Er hat das Bündnis in einem Bericht als linksextremistisch bezeichnet. Unter anderem mit der Begründung, dass die Initiative Demonstranten zu Besetzungen an Tagebau-Baggern animiert und Angriffe auf Polizisten als positiv bewertet habe, hieß es von den Verfassungsschützern.

© Radio Rur, Theresa Salentin

Nach Einschätzungen des Verfassungsschutzes stelle sich "Ende Gelände" als Initiative für den Klimaschutz dar, verschleiere aber, "dass die Ziele noch weit darüber hinaus reichen", so die Verfassungsschützer.

Kritik für die Bezeichnung als linkextremistisch gab es von den Grünen. Sie sagen, die Bezeichnung sei falsch und ein fatales Signal. Das Bündnis sei aus der Mitte der Bevölkerung entstanden. Für die Aktionen zum Klimaschutz und gegen die Kohle habe es viel Rückhalt aus der Bevölkerung gegeben, so ein Sprecher. Bei uns im Rheinischen Revier hat sich „Ende Gelände“ über Jahre hinweg für ein Ende der Braunkohleförderung und für die Abschaltung der Kraftwerke eingesetzt.

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