powervolleys verlieren gegen Herrsching

In der Volleyball-Bundesliga müssen die SWD powervolleys Düren eine bittere Niederlage im Heimspiel gegen die WWK Volleys Herrsching hinnehmen. Vor 1400 Zuschauern in der Arena Kreis Düren verliert Düren 0:3 (16:25, 22:25, 17:25). „Wir konnten nie die Energie aufbringen, die notwendig ist, um in einem solchen Spiel zu bestehen“, sagte Libero Blair Bann. Der Gegner dagegen konnte, war in allen Elementen besser und hat deswegen gewonnen. Mit der dritten Niederlage im sechsten Ligaspiel rutscht Düren auf den sechsten Platz ab und steht jetzt vor einer schweren Aufgabe: am Samstag auswärts gegen Meister Berlin.

„Das war nicht gut. Da brauchen wir auch nicht darauf zu schauen, dass wir in dieser Woche wegen einer Grippewelle Probleme hatten“, äußerte sich Kapitän Michael Andrei. Von Anfang an hatten die SWD powervolleys einen schweren Stand. In Satz eins funktionierte das Dürener Aufschlagspiel überhaupt nicht. Zu viele Fehler waren der Grund, warum die Gäste aus Bayern zu selten in Bedrängnis gerieten. Zudem stimmte die Abstimmung nicht. Herrsching nutzt das energisch aus, war im Block zur Stelle, legte auf 12:6 vor und blickte von nun an nicht mehr zurück. Im Gegenteil, die Gäste legten noch einen Block und ein Ass nach und führten 19:12.

Danach schien es den Gastgebern zu gelingen, den Schalter umzulegen. Mit Assen von Tomas Kocian und Björn Andrae führte Düren 7:3 und später 10:6, nachdem Michael Andrei im Block zugefasst hatte. Sicherheit brachte das keine. Düren wirkte weiter müde und angeschlagen, während die Bayern vor allem in der Abwehr immer wieder grandios parierten und die SWD powervolleys oft zur Verzweiflung brachten. Innerhalb weniger Minuten drehte der Dürener Gegner den Satz, führte 21:17. Mit viel Kampf gelang es Kocian und Co, zum 22:22 auszugleichen. Verloren haben sie den Satz trotzdem, zwei Angriffsfehler bedeuteten das bittere 0:2 nach Sätzen. „Das war letztlich die Vorentscheidung“, fasste Bann zusammen.

Davon erholten sich die SWD powervolleys nicht mehr. Der Mannschaft wirkte angeschlagen, ihr fehlte der Biss, um sich gegen die aus Dürener Sicht oft frustrierend starke Abwehr der Gäste durchzusetzen. Schnell war in Satz drei der Faden gerissen, ein krachender Block der Gäste zum 1:3 aus Dürener Sicht leitete das Ende ein. Die Bayern spielten komplett obenauf, belohnten sich für ihre starke Abwehr mit mutigen Punkten im Gegenangriff oder dem nächsten Block, diesmal zum 8:3. Und sie blieben dran, ein erfolgreicher Block zum 23:16 brachte die endgültige Entscheidung.

Volleyball, Powervolleys
© Daniel Dähling