
Nach Angaben des Schaustellerverbands kamen wegen der hohen Temperaturen und der Ferien an manchen Tagen weniger Besucher auf den Kirmesplatz. Mit dem Verlauf der neun Kirmestage seien die Schausteller dennoch zufrieden, das teilte der Verband auf seinem Instagram-Kanal mit. Auch aus Sicht der Polizei verlief die Veranstaltung überwiegend friedlich.
Eine Herausforderung bleiben die stark gestiegenen Kosten für Energie, Personal und Standplätze. Deshalb unterschieden sich teilweise auch die Preise für Bier oder Bratwurst von Betrieb zu Betrieb. Parallel zur Kirmes trafen sich auch daher in Düren rund 40 Marktmeister sowie Vertreter von Schausteller- und Markthändlerverbänden aus ganz Deutschland. Bei der dreitägigen Tagung ging es unter anderem um die Finanzierung und Sicherheit von Volksfesten, fehlenden Nachwuchs und kurzfristige Absagen. Die Teilnehmer sprachen sich für mehr Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung aus.
Abschied von Beppo Felten
Für Schausteller Berthold „Beppo“ Felten war es die letzte Annakirmes. Nach 50 Jahren verabschiedet er sich gemeinsam mit seiner Frau Anita von dem Dürener Volksfest. Das Ehepaar war über Jahrzehnte eine feste Größe auf dem Festplatz.
Vor 50 Jahren starteten sie mit einem Reibekuchenstand, der auch vom Dürener Wochenmarkt bekannt ist. Seit den 2000er-Jahren betrieben sie nur noch den Getränkestand mit dem großen gelben Sonnenschirm am Eingang Aachener Straße. Weil beide inzwischen fast 80 Jahre alt sind, ziehen sie sich aus dem Geschäft zurück. Der Stand bleibt der Annakirmes aber erhalten: Sohn Lutz Felten übernimmt. Er betreibt auf dem Kirmesplatz bereits das „Brauweilers Max“.
