
Bleiben die Aktivisten im Hambacher Forst?
Es ist nach der Kohle-Einigung weiter offen, ob die Klimaschützer im Hambacher Forst bleiben oder den Wald verlassen. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, sagte ein Sprecher am Wochenende der Deutschen Presseagentur.
Veröffentlicht: Montag, 20.01.2020 07:02
Sowohl der Umweltverband BUND als auch die Klimaschützer sehen den Wald noch nicht als sicher. Die Klimaschützer haben Sorge, dass die Wasserversorgung deutlich schlechter werde, sollte RWE um den Wald herumbaggern. Dann würde eine Halbinsel entstehen. Die Klima-Schützer fordern weiter den sofortigen Kohleausstieg. Energie-Experten vom Deutschen Institut der Wirtschaft sagen allerdings, mit Alternativen zur Kohle sehe es hier bei uns in NRW gerade eher schlecht aus. Das Ausbau-Tempo bei erneuerbaren Energien müsste deutlich an Fahrt aufnehmen, heißt es.
RWE wird in den kommenden Jahren viele Megawattstunden Strom nicht mehr produzieren können, die müssen dann auf anderen Weg gewonnen werden. Gerade was das Thema Windkraft angeht, sieht es bei uns im Rheinland noch eher schlecht aus. Während bundesweit der Mindestabstand zwischen Wohnhäusern und Windrädern bei 1.000 Metern liegt, sind es in NRW per Gesetz sogar 1.500. In vielen Fällen wehren sich Anwohner nach wie vor gegen den Bau neuer oder moderner Anlagen. Auch die Begrenzungen für Solaranlagen müssten aufgehoben werden, um die wegfallende Kraftwerksleistung auszugleichen, heißt es.