
Sie löst damit die Dürener Kreisbahn als bisherigen alleinigen Betreiber ab. Das hat Landrat Spelthahn am Freitagmittag bekannt gegeben.
Der Kreis Düren hatte die Buslinien europaweit ausgeschrieben. Mit dem neuen Nahverkehrsplan soll das Angebot für die Menschen im Kreis Düren deutlich besser werden. Dazu gehören u.a. neue Schnellbuslinien: Der Schnellbus werde für Pendler zu einer echten Alternative, sagte Landrat Spelthahn. Bereits jetzt verbindet in der Zülpicher Börde ein Schnellbus die Linie Düren-Euskirchen mit Vettweiß. Von dort wird es eine Weiterfahrt nach Nörvenich und Buir geben. Eine andere Linie verbindet Merzenich mit Niederzier und dem Forschungszentrum Jülich. Aus dem Bereich Düren/Inden/Schophoven wird künftig ein Schnellbus Richtung Jülich eingesetzt. Von Linnich fährt ein Schnellbus zum Bahnhof Baal. Los geht es 2020.
Für das Personal ändert sich durch die neue Konstruktion nichts, betonte Landrat Wolfgang Spelthahn. Alle Mitarbeiter der DKB würden übernommen, zudem seien Neueinstellungen geplant. Der Vertrag mit dem neuen Betreiber läuft über zehn Jahre. Nun sei es "endlich möglich, den Verkehr aus einer Hand anzubieten", hieß es am Freitag im Kreishaus. Die Fahrpläne für die Busse und der Rurtalbahn werden aufeinander abgestimmt, zudem können organisatorische Abläufe gestrafft und effizienter gestaltet werden.
Ein weiterer Bestandteil des neuen Nahverkehrsplans sind sogenannte Mobilitätsstationen, die der Kreis Düren schaffen wird. Dabei werden zum Beispiel an bestimmten Haltestellen Fahrradabstellanlagen eingerichtet oder zusätzlich Carsharing-Angebote offeriert. In einem ersten Schritt werden in etwa zeitgleich zur Einführung des neuen Nahverkehrsplans 56 Haltestellen zu größeren Mobilstationen oder kleineren Mobilpunkten ausgebaut, um die Nutzung von Fahrrad und Bus zu verknüpfen. Von diesen Angeboten profitieren alle 15 Kommunen des Kreises Düren.
