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Corona-Virus bei Karnevalssitzung übertragen?
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Corona-Virus bei Karnevalssitzung übertragen?

Gerade mal 20 Kilometer hinter unserer Kreisgrenze läuft die Suche nach Kontaktpersonen. In Gangelt könnten sich rund 300 Besucher einer Kappensitzung mit dem Corona-Virus angesteckt haben. Donnerstagabend ist die Zahl der Infizierten weiter gestiegen - auf bis zu 20 alleine in NRW.

Veröffentlicht: Donnerstag, 27.02.2020 19:54

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Inzwischen gibt es mehr als sechs bestätigte Fälle aus dem Kreis Heinsberg – darunter ein Ehepaar und ein Arzt. Sie haben fast alle die Kappensitzung in Gangelt-Langbroich besucht. Der Kreis Heinsberg fordert alle Besucher der Kappensitzung auf, dass sie zuhause bleiben und sich per Online-Formular melden. Mehrere Hundert Menschen stehen im Kreis Heinsberg inzwischen unter Quarantäne. Sie dürfen 14 Tage lang ihre Wohnungen nicht verlassen. Die Betroffenen müssen sich von Freunden und Verwandten mit Lebensmitteln versorgen lassen, die vor der Haustüre abgestellt werden. Das funktioniere sehr gut, heißt es von der Kreisverwaltung Heinsberg.

Das Kreisgesundheitsamt im Kreis Düren steht im engen Austausch mit Rettungsdiensten, Ärzten und Krankenhäusern. Man werde zu jeder Zeit angemessen reagieren können, so ein Sprecher im Radio-Rur-Interview. Anders als im Nachbarkreis Heinsberg bleiben im Kreis Düren die Schulen und Kindergärten weiter geöffnet.

In den sozialen Netzwerken kursieren Falschmeldungen über mögliche Verdachtsfälle im Kreis Düren. Sowohl der Kreis Düren als auch die Stadt Düren haben am Donnerstagnachmittag auf Radio Rur Anfrage gesagt, dass es keine Verdachtsfälle hier bei uns an der Rur gebe.

Die meisten Menschen bei uns im Kreis gehen gelassen mit der Lage um. Sie haben sich in den Geschäften mit Desinfektionsmittel eingedeckt. In vielen Läden sind die entsprechenden Regale leer. Häufigeres Hände waschen kann aber genau so gut beim Vermeiden einer Ansteckung helfen, sagen Experten.

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