
Engpässe bei Medikamenten
Der Apothekerverband Nordrhein warnt vor starken Engpässen bei Medikamenten. Laut eines Sprechers des Verbands für den Kreis Düren nehme die Anzahl der nicht lieferbaren Medikamente gerade sogar zu. Vor allem das Insulin ist aktuell knapp.
Veröffentlicht: Dienstag, 22.11.2022 06:24
Besonders bei Kindern, die auf spezielle Insulin-Pumpen angewiesen seien, könne das schnell kritisch werden. Ein Grund für den Mangel: die langen Lieferketten. Medikamente werden in China oder Indien produziert, um sie hier möglichst günstig anzubieten. So kommt es bei der Weiterverarbeitung schneller zu Engpässen bei den Wirkstoffen. Blutdruckmittel, Antibiotika und Schmerzsäfte für Kinder seien im Moment kaum erhältlich. Der Apothekerverband fordert eine struk-turelle Änderung – auch auf europäischer Ebene. Es müsse wieder mehr Arzneimittelfoschung und -produktion zurück nach Europa oder Deutschland zurückgeholt werden.