
Ermittlungen laufen weiter
Rund zwei Monate nach Durchsuchungen und Festnahmen ist immer noch nicht ganz klar, wie eine Schleuserbande bei uns im Kreis handeln konnte. Die Beschuldigten sollen u.a. reichen Chinesen zu Aufenthaltsgenehmigungen verholfen haben. In den Fokus rückt immer wieder das Ausländeramt des Kreises Düren.
Veröffentlicht: Montag, 17.06.2024 04:27
Dort wurden die fraglichen Aufenthaltstitel ausgestellt. Das Amt habe jeden Einzelfall nach Gesetzeslage geprüft, teilt die Kreisverwaltung auf Radio Rur Nachfrage mit. In Zweifelsfällen soll es auch Nachfragen gegeben haben. Bei rund 10.000 Vorgängen im Jahr seien aber nur Stichproben möglich, so der Kreis Düren weiter. Weil unterschiedliche Sachbearbeiter die Fälle bearbeiten sei auch nicht aufgefallen, dass viele Chinesen z.B. in der Dürener Klimaschutzsiedlung gemeldet waren. Ein Verdächtiger soll mit seinen Aussagen Landrat Spelthahn und weitere Führungskräfte im Kreishaus belastet haben. Diese bestreiten die Vorwürfe. Klarheit dürfte erst ein Prozess am Landgericht bringen. Die Staatsanwaltschaft bereitet Anklagen vor.