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Erste Castor-Transporte sind gerollt
© JEN Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH
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Erste Castor-Transporte sind gerollt

Der erste Castor-Transport mit radioaktivem Material aus Jülich ist in der Nacht erfolgreich im Zwischenlager Ahaus angekommen.

Veröffentlicht: Mittwoch, 25.03.2026 06:07

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Der Behälter hatte sich am Dienstagabend gegen 22.15 Uhr auf den Weg gemacht und erreichte sein Ziel nach rund vier Stunden Fahrt. Die Strecke führte über etwa 170 Kilometer quer durch Nordrhein-Westfalen. Entlang der Route war ein Großaufgebot der Polizei im Einsatz – unter anderem auch mit Unterstützung aus anderen Behörden sowie mit Hubschraubern zur Überwachung.


Zeitweise kam es zu Einschränkungen auf Autobahnen, etwa auf der A44, wo ein Überholen des Schwertransports nicht möglich war. Laut Polizei verlief der Einsatz ohne Zwischenfälle und sogar etwas schneller als ursprünglich geplant.


Bereits im Vorfeld hatten Atomkraftgegner Proteste angekündigt. In Jülich versammelten sich Demonstranten zu einer Mahnwache, die jedoch friedlich verlief und den Transport nicht beeinträchtigte.


Mit dem ersten Transport ist eine langjährige Debatte praktisch entschieden: Der Atommüll aus dem Zwischenlager Jülich wird nach Ahaus verlagert. Insgesamt lagern dort 152 Castor-Behälter mit radioaktiven Brennelement-Kugeln aus einem ehemaligen Versuchsreaktor.


Geplant ist, die Transporte schrittweise fortzusetzen. Da mehrere Spezialfahrzeuge gleichzeitig eingesetzt werden können, rechnen Experten aktuell mit rund 60 einzelnen Transportfahrten.


Ein weiterer Transport noch in dieser Woche gilt als unwahrscheinlich. Nach aktuellem Stand könnten die nächsten Castoren erst nach den Osterferien auf die Strecke gehen. 

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