
Forschungszentrum möchte Schlafgesundheit in den Fokus rücken
Schlechter Schlaf ist nach Einschätzung von Forschern längst kein reines Privatproblem mehr. Ein internationales Team unter Beteiligung des Forschungszentrums Jülich fordert deshalb, Schlaf in Zukunft als „globale Gesundheitspriorität“ zu behandeln.
Veröffentlicht: Freitag, 05.06.2026 05:22
Dafür stellen die Forscherinnen und Forscher das neue Konzept „One Sleep Health“ vor. Das verknüpfe Schlafgesundheit mit Umwelt, Klima, Gesellschaft und Tiergesundheit. Denn Einflüsse wie Hitze, künstliches Licht, Lärm, Schichtarbeit oder Dauerstress würden nicht nur den Schlaf von Menschen, sondern auch natürliche Rhythmen in der Umwelt stören, heißt es. Die Folgen von Schlafmangel reichten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes bis hin zu Depressionen und Alzheimer. Hinzu würden hohe wirtschaftliche Schäden kommen. Die Forschenden fordern deshalb unter anderem mehr Schlafaufklärung und bessere Arbeitszeiten. Schlaf müsse außerdem stärker in Politik und Gesundheitsplanung berücksichtigt werden.