
Nach Informationen der Indeland GmbH war der Geschäftsführer bei dem Großeinsatz gegen Schleuserkriminalität in der vergangenen Woche in den Fokus der Ermittler geraten. Weil er seitdem unentschuldigt nicht zur Arbeit gekommen sei, habe man ihn mit sofortiger Wirkung abberufen, teilte Indens Bürgermeister Stefan Pfennings mit. Zwar gelte die Unschuldsvermutung auch in diesem Fall, man werde aber alle Geschäftsvorfälle von externen Spezialisten prüfen lassen. Außerdem soll am kommenden Wochenende über eine Nachfolge und das weitere Vorgehen beraten werden.
Landtag berät über Konsequenzen
Die Schleuserbande beschäftigt heute auch den Landtag in Düsseldorf. Dort gibt es auf Antrag der AfD eine Aktuelle Stunde im Parlament. Die Politiker sollen darüber reden, mit welchen Kontrollmaßnahmen solche Taten in Zukunft verhindert werden können. Vor einer Woche waren zahlreiche Wohnungen und Büros auch bei uns im Kreis durchsucht worden. Im Fokus der Ermittlungen stehen zwei Rechtsanwälte aus dem Raum Köln und ein führender Mitarbeiter der Kreisverwaltung. Sie sollen mit Scheinadressen und Scheinarbeitsverträgen u.a. reichen Chinesen zu Aufenthaltsgenehmigungen verholfen haben.