
Große Herausforderung für die Feuerwehr im Kreis Düren
Die Zahl von Photovoltaik-Anlagen auf den Hausdächern in Düren, Jülich und der Rureifel wächst. Das weiß auch die Feuerwehr und steht vor neuen Herausforderungen. Wenn es in einem Haus mit Photovoltaik-Anlage brennt, kann das für Feuerwehrleute lebensgefährlich sein. Das hat der Kreisbrandmeister Karlheinz Eismar auf Radio Rur Nachfrage gesagt.
Veröffentlicht: Samstag, 19.10.2019 09:34
Vor ein paar Jahren gab es beispielweise einen sehr komplizierten Brand. In Nideggen-Berg ist damals eine Scheune bis auf die Grundmauern runter gebrannt – das war ein sehr schwieriger Einsatz, sagt die Feuerwehr. Und das genau wegen einer solchen Photovoltaik-Anlage.
Wenn es brennt, sei die größte Herausforderung den Strom abzuschalten, weiß die Feuerwehr. Das geht eigentlich gar nicht, denn wenn die Anlage einmal angeschlossen ist, hilft auch der Abschalter im Keller nicht mehr.
Für die Feuerwehrleute gibt es die Gefahr, einen Stromschlag zu bekommen. Deshalb hat die Dürener Feuerwehr auch eine extra Photovoltaik-Übungsanlage gebaut, damit sie im Ernstfall richtig reagieren kann. Kreisbrandmeister Eismar sagt, Brände mit Photovoltaik-Anlagen sind in den letzten Jahren zum Glück hier nur selten vorgekommen.
In Aachen hatte die Stadt im September nach einem großen Scheunenbrand im gesamten Umfeld vor Scherben gewarnt. Durch das Feuer hatten sich die Scherben der Photovoltaik-Anlage weiträumig verteilt.