
Haushaltsdebatten im Kreis Düren
Während der Haushalt des Kreises Düren für 2026 bereits mit großer Mehrheit beschlossen worden ist, gibt es in mehreren Kommunen weiterhin Probleme. Das Gesamtvolumen des Kreishaushaltes liegt bei rund 877 Millionen Euro.
Veröffentlicht: Freitag, 27.03.2026 12:43
Trotz Einsparungen und Stellenabbau investiert der Kreis weiter in wichtige Projekte und übernimmt ein finanzielles Risiko von über 22 Millionen Euro, um die Städte und Gemeinden zu entlasten.
In der Gemeinde Titz verzögert sich die Verabschiedung des Haushalts hingegen voraussichtlich bis Ende Mai. Grund sind anhaltende Diskussionen über geplante Erhöhungen der Grundsteuer. Mehr als 3.000 Bürgerinnen und Bürger haben eine Petition dagegen unterzeichnet, die auch bei einer gut besuchten Ratssitzung mit rund 200 Teilnehmenden übergeben wurde. Die Politik will die Vorschläge nun erneut in den Ausschüssen beraten.
In Hürtgenwald ist der Haushalt sogar vorerst gescheitert. Der Haupt- und Finanzausschuss lehnte Steuererhöhungen ab und stoppte damit den gesamten Entwurf. Ohne diese Mehreinnahmen bleibt die Gemeinde in der vorläufigen Haushaltsführung – größere Projekte und freiwillige Leistungen liegen auf Eis. Bürgermeister Stephan Cranen warnt vor Stillstand, während Teile der Politik mehr Unterstützung von Land und Bund fordern.