
+++ Update: 18. August, 12 Uhr +++
Beim Waldbrand im Hürtgenwald gibt es eine erste Vorsichtige Prognose: Wenn die Lage so bleibt, hoffen die Einsatzkräfte, den Brand am Donnerstag vollständig gelöscht haben. Das hat die Stadt Düren bestätigt. Aktuell kommt die Feuerwehr gut vorran und ist vor allem in gemischten Trupps zu Fuß unterwegs. Helikopter fliegen nicht mehr. Dafür ist nach wie vor die Drohne vom THW im Einsatz. Mit einer Wärmebildkamera hält sie Ausschau nach Glutnestern. Und auch im Kreis kann man solangsam wieder aufatment. Vor gut zwei Stunden haben die Warnapps wegen Geruchsbelästigung ausgelöst. Der Rauchgeruch ist aber solangsam wieder verflogen. Anders sieht das im Hohen Venn in Belgien aus.
Geruchsbelästigung durch Waldbrände
Wer gerade ein Fenster auf hat oder draußen unterwegs ist, riecht es: den Rauch. Für den Kreis Düren gibt es gerade eine Warnung vor Geruchsbelästigung durch die beiden Waldbrände im Einzugsgebiet. Gefahr besteht keine. Die Einsatzkräfte bittet, Notrufnummern für echte Notfälle freizuhalten.
Nach den Waldbränden im Hürtgenwald und im Hohen Venn sucht die Polizei weiter nach Hinweisen zur Brandentstehung. Dafür wurde ein Hinweisportal freigeschaltet. Zeugen können dort Informationen sowie Fotos und Videos hochladen. Wer vorsätzlich einen Brand in Wäldern, Heideflächen oder Mooren legt, muss mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren rechnen.
Lage im Hürtgenwald entspannt sich weiter
Im Hürtgenwald ist der Waldbrand unter Kontrolle. Die Nacht verlief nach Angaben von Polizei und Feuerwehr ruhig. Offene Flammen gibt es bereits seit Montag nicht mehr. Bis Montagabend waren noch rund 400 Einsatzkräfte vor Ort. Ihre Zahl soll im Laufe des Dienstags weiter reduziert werden. Drohnen mit Infrarotkameras suchen aber weiterhin nach möglichen Glutnestern.
Löscharbeiten im Hohen Venn gehen weiter
Anders sieht es im belgischen Hohen Venn aus. Dort ist der Waldbrand weiterhin nicht unter Kontrolle. Rund 3.000 Hektar sind betroffen. Am Montagabend war die Brandlinie nach Angaben der Feuerwehr Monschau noch rund 2,3 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.
Die zunächst befürchteten starken West- und Südwestwinde sind am Dienstagmorgen ausgeblieben. Gleichzeitig fällt leichter Regen, der im Laufe des Tages stärker werden soll. Bei Tageslicht werden die Löscharbeiten wieder verstärkt, auch Hubschrauber können dann wieder eingesetzt werden.
Etwa 30 Bewohner von Monschau-Kalterherberg sind weiterhin evakuiert. Wann sie in ihre Häuser zurückkehren können, soll im Laufe des Tages beraten werden.