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Mehr als 550 Einsätze durch Sturmtief Sabine
© Feuerwehr Nörvenich
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Mehr als 550 Einsätze durch Sturmtief Sabine

Das Sturmtief hat den Kreis Düren nicht so heftig getroffen wie anfangs erwartet. Es hat nach aktuellen Polizei- und Feuerwehraussagen keine Verletzten gegeben. Aber zahlreiche Bäume sind auf Straßen gekippt. Es hat einige Unfälle gegeben – rund 90 Einsätze hat die Kreispolizei gezählt.

Nach Aussagen der Feuerwehrleitstelle sind schätzungsweise 550 Einsätze zusammen gekommen. Dachziegel hätten sich gelöst. In Aldenhoven mussten Einsatzkräfte ein großes Trampolin einfangen. Gerade gibt es noch immer einige Straßensperrungen.

Die A 4 in Richtung Köln war zwischen zwischen Elsdorf und Kerpen durch mehrere umgestürzte Bäume am Montagmorgen auf einen Fahrstreifen verengt.

Feuerwehr und Polizei melden uns diese Straßensperrungen im Kreis Düren:

  • L 25 zwischen Gürzenich und Schevenhütte
  • L 11 zwischen Kleinhau un Motocrossstrecke
  • mehrere Straßen in der Eifel: rund um Raffelsbrand, Panoramastraße, Kalltal, Strecke nach Mariawald hoch
  • bei Jülich zwischen Welldorf-Serrest und Güsten

An der L 264 ist Montagvormittag ein LKW umgekippt. Der Fahrer ist unverletzt geblieben, sagt die Polizei.

Am Dürener Bahnhof sind etwa 20 Menschen gestrandet. Das meldet uns der Medical Service Düren. Der Verein geht davon aus, dass noch mehr Bahnkunden im Laufe des Vormittags dazu kommen. Es ist noch unklar, wann die Deutsche Bahn den Betrieb wieder normal aufnehmen kann. Der Rurtalbus fährt am Montag nach Plan, bei der Rurtalbahn gab es teilweise Verspätungen bis zum Mittag. Am frühen Morgen gab es auch bei Vettweiß einen Feuerwehreinsatz auf der Strecke der Bördebahn. Da waren zwei Bäume auf die Gleise gekippt, weitere sind neben den Gleisen umgestürzt.

Aufgrund der ständig steigenden Unwetterschäden kann die Deutsche Bahn gerade noch nicht abschätzen, wann wieder Züge zwischen Aachen und Köln rollen werden. Es sei leider schon jetzt absehbar, dass die Störungen in NRW den ganzen Tag über andauern werden. Bevor Strecken wieder frei sind, muss es erst Reparaturarbeiten geben, so ein Sprecher der DB.


Die Lage bis 23 Uhr


Das Sturmtief hat schon viele Schäden im Kreis Düren angerichtet. Polizei und Feuerwehr haben alle Hände voll zu tun. Rund 300 Sturmeinsätze hat die Feuerwehr bis ca. 23.00 Uhr gezählt. Vor allem umgestürzte Bäume sind zum Problem geworden. Sie versperren an vielen Stellen die Straßen. Auch eine Ampelanlage hat der Sturm umgerissen. Aber auch viele Dächer wurden abgedeckt, Trümmerteile wurden durch die Luft geschleudert.


Rund um Heimbach wurden viele Straßen für den Verkehr gesperrt.


Der Busverkehr ist eingestellt worden. Die Rurtalbus GmbH geht auch davon aus, dass es Montagmorgen noch zu Beeinträchtigungen kommen wird. Auch auf der Schiene geht nichts mehr. Gegen kurz nach 20.00 Uhr ist bei Gürzenich ein Baum auf die Oberleitungen gekracht und hat Feuer gefangen.


In der Nacht könnte der Sturm nochmal kräftiger werden und weitere Schäden anrichten, so die Befürchtung,


Die Behörden mahnen die ganze Zeit: bleibt zu Hause – da ist es am sichersten.

Eltern sollen ihre Kinder morgen zu Hause lassen – die meisten Schulen haben den Unterricht abgesagt. Es wird nur noch eine Notbetreuung geben.

Einzelne Schulen haben sogar komplett geschlossen.


Zu den Schulen, an denen kein Unterricht stattfinden wird, gehören alle Schulen in Niederzier, Kreuzau, Jülich und Nideggen.

Außerdem betroffen ist die Primus-Schule in Titz, St.Angela in Düren, das Burgau Gymnasium in Düren, das Franzikus Gymnasium in Vossenack, die GGS Mutter Teresa in Düren, die KGS Lendersdorf-Niederau und die Nikolausschule in Rölsdorf.


Vom Kreis Düren wurde uns bestätigt, dass die Kindergärten des Kreises, aber auch die Förder- und Berufsschulen geöffnet sein werden. Eltern sei es freigestellt, die Kinder zu bringen oder auch nicht.


In der Stadt Aachen zum Beispiel werden alle Schulen geschlossen bleiben.

Veröffentlicht: Sonntag, 09.02.2020 23:00

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