
Mehr Flutschäden in der Landwirtschaft als erwartet
Vier Wochen nach der Flutkatastrophe werden die bei Bauern entstandenen Schäden deutlicher. Auf etwa 300 Höfen in Nordrhein-Westfalen gebe es Flutschäden an Ställen, Häusern oder Maschinen, teilte die Landwirtschaftskammer mit. Das sind deutlich mehr als zunächst geschätzt. Der Kreis Düren gehört zu den Regionen mit den meisten Hochwasserschäden in der Landwirtschaft, sagte Kammersprecher Bernhard Rüb.
Veröffentlicht: Montag, 16.08.2021 04:47
Das Hochwasser hatte vielerorts Felder mit Zuckerrüben, Getreide, Mais, Kartoffeln und Grünland überschwemmt und die Ernte teils vernichtet. Außerdem gebe es große Verluste an Futtervorräten. Auf den Feldern seien Heu- und Strohballen von dem Hochwasser mitgerissen worden. Die nach drei Dürrejahren ohnehin getroffenen Landwirte warten nun auf eine Aussage über die Verteilung der Hilfsgelder. Die Landwirtschaftskammer hat unterdessen im Auftrag der Landesregierung mit der Untersuchung von Pflanzen auf Schadstoffe begonnen. Dafür werden Proben von 150 ausgewählten Äckern und Wiesen genommen, die überflutet waren. Erste Ergebnisse werden in zwei Wochen erwartet.