
Mehr Straftaten, weniger Körperverletzungen entlang der Rur
Laut neuer Kriminalitätsstatistik ist die Zahl der Fälle zum ersten Mal seit 2015 wieder angestiegen. Meistens geht es dabei um Diebstähle. Das Sicherheitsgefühl der Menschen im Kreis Düren wird trotzdem immer besser, hat uns Landrat Wolfgang Spelthahn gesagt.
Veröffentlicht: Montag, 02.03.2020 15:58
Die Zahl der Wohnungseinbrüche im Kreis ist vergangenes Jahr auf einen neuen Tiefststand gesunken. Im Vergleich zum Jahr 2010 gab es zuletzt nur noch halb so viele Einbrüche. Bei mehr als 40 Prozent der insgesagt 453 Einbrüche mussten die Täter wieder abziehen, ohne Beute zu machen. Georg Görgen von der Polizei hat uns gesagt, dass eine Vielzahl von Maßnahmen zu den positiven Werten geführt hat. Anwohner seien aufmerksamer und meldeten sich schneller bei der 110 - Bewohner würden Wohnungen und Häuser außerdem mittlerweile besser gegen Einbruch schützen, als damals, so Görgen weiter.
Die Zahl der kriminellen Jugendlichen im Kreis Düren ist angestiegen. Im vergangenen Jahr waren sie für 1.831 Verbrechen entlang der Rur verantwortlich. Damit machen Jugendliche fast ein Viertel aller Tatverdächtigen aus. Der Polizei macht vor allem die Zahl der Mehrfachverdächtigen Sorgen – sie ist von 41 auf 61 gestiegen. Ein Teil der Täter ist gerade mal zwischen 8 und 14 Jahren alt.
Die Zahl der Körperverletzungsdelikte ist im Vergleich zu 2018 um ein Fünftel zurückgegangen. In den meisten Fällen konnten die Täter auch zur Verantwortung gezogen werden. Die Aufklärungsquote liegt hier bei 75 Prozent. Noch höher liegt die Aufklärungsquote zum Beispiel bei Sexualdelikten oder im Bereich der Drogenkriminalität.
Insgesamt klärt die Polizei bei uns mehr als jedes zweite Verbrechen erfolgreich auf.