
Der Automobilzulieferer Neapco aus Düren hat für seine Mitarbeiter Kurzarbeit beantragt. Aufgrund fehlender Aufträge mussten die Mitarbeiter schon in dieser Woche ihre Arbeitszeit reduzieren. Bei den meisten Kunden von Neapco steht die Produktion von Autos im Moment still. Nach Unternehmensangaben brechen mittlerweile die auch Lieferungen nach Nordamerika ein. Schon in der nächsten Woche droht Neapco ein Umsatzeinbruch von 80 Prozent. Aus heutiger Sicht sei nicht absehbar, wie lange dieser Zustand anhalten werde.
Bislang seien aber alle Beschäftigten bei Neapco gesund. Das Unternehmen habe bereits vor Wochen die Hygienemaßnahmen verschärft und unter anderem Meetings durch Online-Konferenzen ersetzt. Weil so wenig zu tun ist, versucht Neapco die Mitarbeiter im Moment unter anderem bei Unternehmen in der Medizintechnik unterzubringen – die Nachfrage an Personal sei hier gerade sehr hoch. Eine Umstellung der Produktionslinien im Dürener Werk zum Beispiel auf die Herstellung von Beatmungsgeräten sei allerdings nicht möglich, heißt es.
Was wird aus Streetscooter?
Die Zukunft der Streetscooter-Produktion in Düren ist unterdessen weiter unklar. Die Deutsche Post hat noch nicht entschieden, ob sie den Standort in Aachen oder Düren schließen wird. Das bestätigt das Unternehmen auf Radio-Rur-Nachfrage. Es lässt den Elektrotransporter u.a. in Düren bei der Firma Neapco herstellen. Neapco hofft, dass sich ein neuer Investor finde. Wegen großer Verluste will die Post die Produktion des Streetscooters einstellen.
