
In dem Wohnmobil des 48-Jährigen haben die Ermittler ein Notizbuch entdeckt, in dem mehr als 160 potenzielle Orte für weitere Sabotageaktionen aufgelistet waren. Außerdem führte der Tatverdächtige die Beamten zu Orten, die er als Lager genutzt hatte, so Innenminister Reul. Der Tatverdächtige sitzt derzeit in Untersuchungshaft in der JVA Aachen. Er soll mithilfe selbstgebauter Vorrichtungen Drähte über Hochspannungsleitungen geschossen haben. Dadurch kam es teilweise zu Kurzschlüssen und dem Ausfall von Kraftwerksblöcken.
Bundesanwaltschaft ermittelt
Aufgrund der besonderen Bedeutung des Falls hat die Bundesanwaltschaft nun die Ermittlungen übernommen. Die Sabotageakte hätten das Vertrauen in den Schutz der kritischen Infrastruktur geschwächt und seien für die innere Sicherheit der Bundesrepublik von schädlichem Einfluss gewesen, sagte eine Sprecherin.