
Viele Unternehmen und Forscher aus zehn Ländern arbeiten dort zusammen. Im Forschungszentrum sind schon neue Computerchips entwickelt worden, die müssen die Forscher aber noch in der Praxis testen. Und das ist gar nicht so einfach: denn damit sie funktionieren, muss es richtig kalt sein. Je wärmer es ist, umso mehr Widerstand hat der Strom, der durch die neuen Chips fließt und das macht den Computer langsamer. Ziel des neuen Labors ist also die Chips runterzukühlen – fast bis auf den absoluten Nullpunkt. So sollen die neuen Computer schneller rechnen können. Im Prinzip besteht das neue Labor aus richtig teuren Kühlschränken. Die Jülicher Forscher wollen dort an Quantencomputern forschen. Das sind Computer, die viel leistungsstärker sind als normale Rechner. Aber sie können halt nur bei Kälte arbeiten. Und mit kalt, ist richtig kalt gemeint: Das neue Labor kann auf 10 Millikelvin runtergekühlt werden. Viel kälter geht es nicht – selbst im Weltall ist es wärmer. Der neue Laborleiter hat vorher bei Google gearbeitet und will erstmal Quantenchips testen.