
Proteste im Rheinischen Revier beendet
Das Wochenende des Protests ist zu Ende. Tausende Menschen hatten von Freitag bis gestern für mehr Klimaschutz demonstriert. Nach den Ausschreitungen in den Tagebauen hat der Energiekonzern RWE strafrechtliche Konsequenzen angekündigt.
Veröffentlicht: Montag, 24.06.2019 04:25
Den Anfang hatte am Freitag die Demo „Fridays for Future“ gemacht. Rund 40.000 Menschen hatten friedlich in Aachen demonstriert. Samstag und Sonntag dann die Protestaktionen von Ende Gelände, unter anderem im Tagebau Garzweiler. Immer wieder musste die Polizei einschreiten, um zum Beispiel Bahngleise zu Kraftwerken frei zu machen. Beide Seiten – Aktivisten und Polizisten – berichten von Verletzten. Die Demonstranten fordern einen schnelleren Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohleverstromung.
Die Räumung des Tagebaus und eines besetzten Hauses in Morschenich dauerte bis gestern Nachmittag. RWE hat Strafanzeigen angekündigt. Man habe kein Verständnis für diese Aktionen, heißt es. Der Plan für den Kohleausstieg liege auf dem Tisch und es gebe keinen Grund, Menschen zu gefährden und illegale Aktionen durchzuführen. Das Blockieren von Gleisen und das Eindringen in den Tagebau seien gefährlich. RWE ist nach eigenen Angaben ein wirtschaftlicher Schaden in noch unbekannter Höhe entstanden.