
Prozess wegen Kraftwerks-Blockade
Mehrere Aktivisten haben vor zwei Jahren den Kohlenachschub für das Kraftwerk in Weisweiler blockiert. Am Mittwoch beginnt deswegen ein erster Prozess. Sie sind unter anderem wegen Störung öffentlicher Betriebe angeklagt.
Das Urteil könnte für vier der Angeklagten eine große Tragweite haben. Der Energiekonzern RWE fordert von insgesamt sechs Aktivisten rund zwei Millionen Euro Schadenersatz. Vier der fraglichen Aktivisten müssen sich ab heute vor dem Eschweiler Amtsgericht verantworten. Ein zweites Verfahren steht noch vor dem Landgericht in Aachen an. Mit der Blockadeaktion hatten die Aktivisten das Kraftwerk über Stunden vom Kohlenachschub abgeschnitten. RWE musste nach eigenen Angaben drei Kraftwerksblöcke vorübergehend vom Netz nehmen und fehlenden Strom teuer zukaufen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 30.10.2019 06:11