
Der Kreis Düren wollte das eigentlich verhindern. Mit einem entsprechendem Antrag beim Schulministerium konnte sich der Kreis aber nicht durchsetzen. Landrat Spelthahn wollte lieber noch zwei Wochen auf Distanzunterricht setzen, um die hohen Coronafallzahlen zu senken. Das macht das Land nicht mit. Man müsse jetzt das Beste aus der Situation machen, sagt der Landrat. Er befürchtet aber, dass das Ansteckungsrisiko jetzt wieder steigt – u.a. durch mehr Kontakten auf dem Schulweg. In den Schulen gelten strenge Hygiene- und Abstandsregeln.
Kritik von Karl Lauterbach
Die Öffnung der Schulen bei uns im Kreis beschäftigt auch den SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach. Er nennt das Vorgehen verantwortungslos. Es riskiere Leben, so Lauterbach bei Twitter. Der SPD-Politiker ist bei uns im Kreis geboren. In der Stadt Düren liegt der 7-Tage-Wert bei über 240 – das führe die vereinbarte Notbremse bei einem Wert von 100 ins Absurde, so Lauterbach weiter.
Eltern sind unschlüssig
Viele Eltern organisieren sich unterdessen im Internet. Sie tauschen Informationen und Musterbriefe aus. Dabei geht es um einen Konflikt zwischen Schulpflicht und Gesundheitsvorsorge für die Kinder. Einerseits besteht die Schulpflicht für die Kinder, andererseits können sich die Eltern auf ihre Fürsorgepflicht berufen. Musterbriefe für die Schulen werden online zur Verfügung gestellt. Zeitgleich wird in einer Petition an Ministerpräsident Laschet gefordert, dass alle Schulen und Kitas in NRW wieder schließen sollen.