
Strukturwandel muss schneller kommen
Der Strukturwandel bei uns im Rheinischen Revier braucht einen Booster: Die SPD im Landtag fordert, dass es doppelt so schnell gehen soll. Hintergrund ist das vorgezogene Aus für die Braunkohle im Jahr 2030. Und auch aus dem Dürener Kreistag kommen neue Forderungen.
Veröffentlicht: Freitag, 14.10.2022 13:55
Viel schneller als geplant gehen damit Arbeitsplätze bei uns in der Region verloren. Für die rund 14.000 Kohlebeschäftigten im Rheinischen Revier brauche es nun konkrete Antworten, so die SPD. Die Region brauche sichere und gut bezahlte Industrie-Arbeitsplätze, lautet die Forderung. Anfang 2021 hatte die damalige Regierung versprochen, bis zum Ende des Jahrzehnts 6.000 neue Jobs in „Zukunftsbranchen“ zu schaffen. Bisher sei davon wenig zu sehen, bemängeln die Sozialdemokraten. Sie schlagen einen sogenannten „Revier-Vertrag“ vor, in dem sich alle Beteiligten gemeinsam Ziele setzen. Die SPD will von der Landesregierung jetzt genau wissen, wie viele neue Jobs inzwischen im Rheinischen Revier geschaffen wurden.
Forderungen aus dem Kreistag
Auch die Parteien im Kreistag machen Druck: Für den Strukturwandel im Rheinischen Revier soll schneller etwas passieren. Von dort melden sich SPD, FDP und UWG. Landrat Spelthahn solle schnellstmöglich ein Konzept für den Strukturwandel auf den Tisch legen, so die Forderung. In den nächsten Sitzungen müsse das Thema auf die Tagesordnung – mit konkreten Aussagen. Ein wolkiges „weiter so“ dürfe es nicht geben, heißt es z.B. von der SPD. Die Politiker machen sich Sorgen um die Arbeitsplätze und besonders um die Papierindustrie. Ihr drohen weitere Einschränkungen durch neue Gewässer-Gesetze. Unser Kreis drohe zum wirtschaftlichen Notstandsgebiet zu werden, befürchtet die UWG.