
Testlauf für Atommüll-Transport im November
Mit einem Probetransport zwischen Jülich und Ahaus soll eine mögliche Umlagerung von Atommüll ausgtestet werden. Das kündigt die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen, JEN, an. Der Test soll schon in rund zwei Wochen stattfinden.
Veröffentlicht: Mittwoch, 25.10.2023 03:28
Ab dem 06.November soll der Test stattfinden – aber mit einem leeren Castorbehälter. Die Fachfirmen wollen so rausfinden, welche Probleme es mit einem Transport von Jülich bis nach Ahaus und mit der dortigen Einlagerung gibt. Auf dem Papier stehen die einzelnen Arbeitsschritte – die Abläufe werden so auf Praxistauglichkeit gecheckt. Richtige Transporte könnten dann im nächsten Jahr starten. In 152 Castorbehältern lagern in Jülich noch Brennelementekugeln aus einem alten Versuchsreaktor. Das Zwischenlager in Jülich könnte bei Erdbeben beschädigt werden. Deshalb wird der Transport nach Ahaus geprüft.
Atomkraftgegner wollen den geplanten Übungstransport zwischen Jülich und dem Zwischenlager Ahaus nicht protestlos hinnehmen. Das kündigt u.a. das Jülicher Bündnis „Stop Westcastor“ an. Die Atomkraftgegner sehen vor allem hohe Kosten in der Zukunft. Damit wäre der Transport nach Ahaus nicht die günstigste Lösung.