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Waldbrand im Hürtgenwald: Bundeswehr verstärkt Löscharbeiten
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Waldbrand im Hürtgenwald: Bundeswehr verstärkt Löscharbeiten

Der Großbrand im Hürtgenwald ist weiterhin nicht unter Kontrolle. Nach aktuellen Angaben sind rund 300 Hektar Wald betroffen.

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In der Nacht rückte das Feuer auf weniger als 300 Meter an den Ortsteil Gey heran. Rund 1.800 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Die Evakuierung ist inzwischen abgeschlossen und verlief nach Angaben der Polizei ohne Zwischenfälle.

Wegen der zugespitzten Lage hat der Krisenstab des Kreises Düren die Arbeit aufgenommen. Rund 300 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, DRK, Maltesern und Bundeswehr sind im Einsatz.

Die Bundeswehr unterstützt die Brandbekämpfung inzwischen auch mit zwei NH90-Hubschraubern. Die Maschinen sind mit faltbaren Löschwasser-Außenlastbehältern ausgestattet und können jeweils rund 2.000 Liter Wasser aufnehmen.

Nach Angaben des NRW-Innenministeriums sind inzwischen insgesamt fünf Hubschrauber aus mehreren Bundesländern bei dem Einsatz eingebunden. Dazu gehören ein Hubschrauber der NRW-Polizei, ein Hubschrauber der Bundespolizei sowie drei Maschinen aus Rheinland-Pfalz und Hessen. Ein weiterer NRW-Polizeihubschrauber wird für einen möglichen Einsatz vorbereitet.

Auch am Boden unterstützt die Bundeswehr die Feuerwehr mit zwei Bergepanzern "Büffel".

Nach Einschätzung von Landrat Ralf Nolten kommt es insbesondere auf die nächsten Stunden an. Sobald die Einsatzkräfte die Bereiche rund um Gey unter Kontrolle haben, müssen mögliche Glutnester gefunden und abgelöscht werden.

Mit steigenden Temperaturen wird im Laufe des Nachmittags zudem eine stärkere Thermik erwartet. Diese könnte bestehende Feuer und Glutnester wieder anfachen.

Die Ursache des Waldbrandes ist weiterhin unklar.

Die Gemeinde Hürtgenwald bittet insbesondere Landwirte darum, Grubber für die Arbeiten vor Ort zur Verfügung zu stellen.

Wer entsprechende Unterstützung anbieten kann, soll sich bei der Gemeinde Hürtgenwald unter 02429/3090 melden.

Auch in Teilen der Stadt Düren kommt es weiterhin zu Geruchsbelästigung und Rauchniederschlag. Betroffen sind nach Angaben der Behörden Gürzenich, Derichsweiler, Rölsdorf, Birgel, Lendersdorf, Konzendorf, Echtz, Mariaweiler, Merken und Berzbuir.

Gesundheitliche Beeinträchtigungen können demnach nicht ausgeschlossen werden. Die Bevölkerung wird aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Klima- sowie Lüftungsanlagen auszuschalten.

Die Bevölkerung wird weiterhin dringend gebeten, das Brandgebiet zu meiden und die Einsatzwege freizuhalten.

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