
Waldbrand im Hürtgenwald: Einsatz läuft weiter
Im Hürtgenwald hat sich die Lage weiter entspannt. Offene Flammen gibt es nicht mehr, die Einsatzkräfte konzentrieren sich auf die verbliebenen Glutnester. Gleichzeitig bleibt das Einsatzgebiet für den normalen Verkehr gesperrt. Auch Gey ist zwar wieder für die Bewohner freigegeben, soll von Auswärtigen aber weiterhin gemieden werden.
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Rund 900 Einsatzkräfte sind derzeit noch im Hürtgenwald im Einsatz. Das gesamte Brandgebiet ist inzwischen von einer etwa drei Meter breiten Schneise umgeben. Im Laufe des Sonntags soll außerdem ein rund zwei Kilometer langer und etwa sechs Meter breiter Weg angelegt werden. Er soll den Einsatzfahrzeugen den Zugang zum Brandgebiet erleichtern und verhindern, dass mögliche Funken das Feuer weitertragen.
Die Bewohnerinnen und Bewohner von Gey können seit Samstagabend wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurück. Nach Angaben des Kreises waren am Sonntagmorgen bereits rund zwei Drittel der Betroffenen wieder zurück.
Für Auswärtige gilt das allerdings nicht: Sie sollen den Ort weiterhin meiden. Die Straßen müssen für Feuerwehr und andere Einsatzkräfte frei bleiben. Die B 399 ist deshalb ab Gey für den normalen Verkehr gesperrt.
Auch innerhalb des Ortes gelten weiterhin Einschränkungen. Auf mehreren Straßen dürfen keine Fahrzeuge abgestellt werden, damit Einsatzfahrzeuge jederzeit passieren können. Die Polizei kontrolliert die Einhaltung.
Für zusätzliche Probleme sorgen Menschen, die trotz der Sperrungen versuchen, möglichst nah an das Einsatzgebiet zu kommen, um den Waldbrand zu beobachten oder zu fotografieren.
Geys Ortsvorsteher Paul Bolz hatte bereits deutliche Kritik an Gaffern geübt. Er habe dafür "absolut kein Verständnis". Auch die Polizei hatte in den vergangenen Tagen mehrfach darauf hingewiesen, dass das Gebiet nicht betreten und Zufahrten nicht blockiert werden dürfen.
Für die Einsatzkräfte geht es dabei nicht nur um störende Zuschauer: Jede blockierte Zufahrt kann im Ernstfall den Weg für Feuerwehrfahrzeuge versperren.
Der Waldbrand ist trotz der Entspannung noch nicht vollständig gelöscht. Die Einsatzkräfte arbeiten weiter an den Glutnestern. Auch Löschhubschrauber sind wieder im Einsatz. Sie nehmen am Aufnahmeplatz bei Gey Wasser auf und bringen es über dem Brandgebiet aus, unter anderem um Schneisen feucht zu halten und Glutnester zu bekämpfen.
Die aktuelle Lage im Hürtgenwald bleibt damit deutlich ruhiger als in den vergangenen Tagen – der Einsatz ist aber noch nicht beendet.