Elf Punkte zum Turbo-Ausstieg

Die neue Bundesregierung will einen noch schnelleren Ausstieg aus der Braunkohle prüfen lassen. Das Aus für die Tagebaue und Braunkohle-Kraftwerke soll möglicherweise auf 2030 vorgezogen werden. Für unsere Region könnte das problematisch werden. Das meint die Zukunftsagentur Rheinisches Revier. Elf Punkte hat die Agentur deshalb in ein neues Positionspapier geschrieben.

© Markus Cremer

Die Zukunftsagentur will verhindern, dass es statt eines Strukturwandels einen Strukturbruch bei uns in der Region gibt. Falls das Aus für Tagebaue und Braunkohle-Kraftwerke schon 2030 kommen soll, müsste es genügend und gute neue Arbeitsplätze geben. Für die Mitarbeiter müsse eine sorgenfreie Lebensplanung möglich sein. Das könne mit Sonderplanungszonen und Sonderwirtschaftszonen gelingen, meint die Agentur. Damit würde langwierige gesetzliche Verfahren oder Verbote umgangen. Verhinden wollen die Experten auch, dass Projekte, die nichts mit dem Strukturwandel zu tun haben, mit den Fördergeldern bezahlt werden. Aber auch um die Rekultivierung und die Nutzung der Tagebauflächen macht sich die Zukunftsagentur Gedanken. Sie fordert eine Ewigkeitsverpflichtung von Bund und Land – damit unsere Region nicht in den nächsten Jahrzehnten auf den Kosten für Restseen und Abrissarbeiten sitzen bleibt.

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