Kreis Düren meldet eine überwiegend ruhige Silvesternacht.

Nach Angaben von Feuerwehr und Rettungsdienst blieb es meist bei kleineren Einsätzen. Insgesamt registrierte die Feuerwehr 14 Einsätze mit direktem Bezug zu Silvesterfeuerwerk. Schwerere Verletzungen oder größere Schäden gab es nicht.

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Kurz nach Mitternacht kam es in Kreuzau zu einem Balkonbrand, vermutlich ausgelöst durch eine Rakete. Personen wurden nicht verletzt, ein Gebäudeschaden entstand nicht.

Etwas später brannte in Düren am Miesheimer Weg ein Balkon im neunten Obergeschoss, das Feuer griff auf ein Zimmer über. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen, verletzt wurde niemand, der Schaden blieb gering.


Außerdem verhinderten Einsatzkräfte einen größeren Brand an einem Getränkemarkt, nachdem Feuerwerksbatterien auf dem Dach gelandet waren. Die Batterien wurden rechtzeitig gelöscht. Insgesamt spricht die Feuerwehr von einer spürbar entspannteren Lage als in den vergangenen Jahren.


Auch in der StädteRegion Aachen verlief die Silvesternacht größtenteils ruhig, trotz rund 40 Einsätzen mit Silvesterbezug. Schwere Verletzungen oder große Schadenslagen blieben aus.


In Eschweiler brannte gegen 1 Uhr nachts eine Mülltonne, nachdem zunächst ein Pkw-Brand gemeldet worden war. Zudem kam es dort zu mehreren Vorfällen mit Jugendlichen, die Mülltonnen, mobile Toiletten und andere Gegenstände auf Straßen stellten. In Eschweiler-Dürwiß rief eine Gruppe an einer Bushaltestelle volksverhetzende Parolen. Die Polizei fertigte Strafanzeigen gegen Unbekannt.


In Würselen schritt die Polizei wegen unsachgemäßen Abbrennens von Pyrotechnik ein. Es gab Platzverweise, eine Person kam in Gewahrsam, mehrere Anzeigen wurden geschrieben.


In Alsdorf brannten ein Auto und ein Altkleidercontainer, in Herzogenrath fing Baumaterial an einer Hausfassade Feuer. Die Kriminalpolizei ermittelt in mehreren Fällen wegen möglicher Brandstiftung.


Besonders heikel war ein Einsatz in Herzogenrath-Merkstein: In einer verrauchten Gaststätte waren zwei Menschen eingeschlossen und mussten über eine Drehleiter gerettet werden. Beide blieben unverletzt. Die Brandursache ist noch unklar.


Deutlich einsatzintensiver verlief die Silvesternacht im Kreis Euskirchen. Die Polizei zählte 42 Einsätze mit Silvesterbezug, im Vorjahr waren es 32. Schwerwiegende Vorfälle gab es jedoch nicht.


Bereits am frühen Abend kam es in Mechernich zu einem Vorfall mit einer Schreckschusswaffe. Ein Mann gab einen Schuss in die Luft ab und warf Feuerwerkskörper auf die Straße. Ein Zeuge wurde anschließend bedroht. Die Beteiligten flüchteten, die Polizei schrieb Anzeigen unter anderem wegen Bedrohung und eines gefährlichen Vorfalls mit Pyrotechnik.


In Euskirchen wurden mehrfach Böller gegen Schaufenster geworfen, dabei entstanden Sachschäden. In der Innenstadt wurde zudem eine mobile Toilette beschädigt, mehrere Fensterscheiben gingen zu Bruch. Die Polizei ermittelt in mehreren Fällen wegen explosionsartiger Beschädigungen.


In der Nacht kam es außerdem zu mehreren Bränden:


In Bad Münstereifel brannte eine unbewohnte Gartenlaube vollständig aus, der Sachschaden liegt im mittleren fünfstelligen Bereich.


In Zülpich geriet eine Grünfläche durch Feuerwerkskörper in Brand, später brannte dort ein leerstehendes Wohnhaus. Die Polizei ermittelt wegen vorsätzlicher Brandstiftung.


Zudem überschlug sich in Mechernich ein Auto, nachdem ein stark alkoholisierter Fahrer mit über 2,2 Promille die Kontrolle verloren hatte. Verletzt wurde niemand, gegen den Fahrer laufen mehrere Strafverfahren.


Insgesamt nahm die Polizei zwei Personen in Gewahrsam, nachdem Platzverweise missachtet worden waren.


Im Kreis Heinsberg sprach die Polizei von einer unruhigen, aber typischen Silvesternacht. Viele Einsätze standen im Zusammenhang mit Alkohol, Schlägereien und Pyrotechnik.


In Heinsberg brannte bereits am frühen Abend ein Baum, vermutlich durch einen Böller ausgelöst.

Kurz nach Mitternacht kam es in Oberbruch zu einem Heckenbrand, der auf ein Mehrfamilienhaus überzugreifen drohte.

In Kirchhoven sprang ein Feuer in einem Innenhof auf ein Gebäude über. Die Feuerwehr rettete drei Hunde aus dem Haus. Menschen wurden nicht verletzt. Als Ursache werden Reste von Feuerwerkskörpern vermutet.


Angriffe auf Einsatzkräfte gab es in der gesamten Region nicht. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste ziehen insgesamt eine verhalten positive, wenn auch regional unterschiedliche Bilanz der Silvesternacht.