Spanien: Mit Lotto-Glück ins neue Jahr starten
Veröffentlicht: Dienstag, 06.01.2026 14:02

Fast 800 Millionen Euro
Madrid (dpa) - In Spanien ist der 6. Januar traditionell ein Tag der freudigen Überraschungen und zugleich Höhepunkt sowie Abschluss der Weihnachtszeit. Für die Kinder gab es endlich die Weihnachtsbescherung und für Lottospieler jede Menge Preise. Bei der traditionellen Jesuskind-Lotterie wurden Gewinne im Gesamtumfang von 770 Millionen Euro ausgeschüttet.
Dieses Jahr konnten im ganzen Land Menschen über den Hauptgewinn in Höhe von 2 Millionen Euro jubeln. Lose mit der Gewinnzahl 06.703 wurden in Madrid, Barcelona, San Sebastián, Santa Cruz de Teneriffa, Sevilla, Salamanca, Alicante und an vielen anderen Orten verkauft, wie der staatliche Fernsehsender RTVE nach der Ziehung am Mittag berichtete. Der Hauptgewinn wird insgesamt 55 Mal ausgezahlt, denn jede einzelne der 100.000 Gewinnzahlen wird wegen der großen Nachfrage auch 55 Mal aufgelegt und verkauft.
200 Euro für ein Los
Ein ganzes Los ist zudem jeweils in Zehntellose unterteilt. Da ein ganzes Los immerhin 200 Euro kostet, wird es in der Regel nur von Tippgemeinschaften gekauft, die meisten anderen begnügen sich mit einem Zehntellos. Im Falle des Hauptgewinns gibt es dann 200 000 Euro - abzüglich Steuern. Zudem werden zweite und dritte Preise über je 750.000 Euro und 250.000 Euro sowie viele Sonderpreise verlost.
Für viele Menschen ist die «Lotería del Niño» auch so etwas wie eine zweite Chance. Wer bei der ebenfalls traditionellen und mit 2,7 Milliarden Euro deutlich größeren Weihnachtslotterie «El Gordo» am 22. Dezember leer ausgegangen ist, kann sein Glück noch einmal versuchen. Die Jesuskind-Lotterie wird seit 1941 ausgespielt, die Weihnachtslotterie gibt es hingegen bereits seit mehr als 200 Jahren.
Hunderttausende verfolgen Ziehung live
Die Liveübertragung der Ziehung der Glückszahlen, die am Mittag in Madrid begann, verfolgten wie jedes Jahr Hunderttausende in den Wohnungen, aber auch in Cafés, Kneipen und Restaurants gebannt vor den Fernsehern.
Den Kindern dürfte die ganze Aufregung der Großen allerdings ziemlich schnuppe sein. Sie waren mit ihren Geschenken beschäftigt, die Balthasar, Melchior und Kaspar - so will es die Tradition - am Vorabend in die Häuser bringen, wo sie die Kinder am nächsten Morgen - dem Dreikönigstag - bekommen.



